HOLZER TOR

  • ehem. Standort eines der vier mittelalterlichen Stadttore
  • und eines noch vorhandenen Zollhauses
  • benannt nach dem Ort Langenholzen

CITY GATE „HOLZER TOR“

  • former location of one of the four medieval city gates
  • and a still existing toll house
  • named after the village of Langenholzen 

Eine erste einfache Stadtbefestigung legten die Bürger Anfang des 14. Jahrhunderts an. Besonders im Norden, Osten und Süden musste die Stadt geschützt werden, während im Westen durch die Leine und den Mühlenstrang ein natürlicher Schutz vorhanden war. Mit der Anlage von Wall und zwei Gräben sowie dem Bau der Stadtmauer und mehreren Wehrtürmen in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, wurde der Schutz gefestigt. Einer der vier Durchlässe in der Stadtmauer war hier das „Holzer Tor“, benannt nach der Durchfahrt zum benachbarten Ort Langenholzen. Zum Schutz dieses Stadttores diente ein Wehrturm, der zwischen dem zu verteidigenden Holzer Tor und dem noch vorhandenen Fillerturm stand. Die Stadttore waren gewaltige Gebäude, die durch Zugbrücken über den Graben von außen zugänglich waren. 

Das noch vorhandene Tor- bzw. Zollhaus, neu erbaut 1848, diente der Kontrolle des Warenflusses. So wurde an den Zollstellen der Stadttore nach einer Tarifordnung Zölle, Wege- und Brückengeld von den Fuhrwerken und für getriebenes Vieh erhoben. Das Wege- und Brückengeld wurde zur Unterhaltung der Straßen und Brücken verwendet. Von dem eingeführten Brennholz musste ein Stück „Torklobenholz“ abgegeben werden, das sich der Torwärter und der Rat der Stadt zum Heizen der Diensträume und der Gefängnisse teilten.