HÖRSER TOR

  • ehem. Standort eines der vier mittelalterlichen Stadttore
  • nach dem Ort Hörsum benannt
  • 1824/25 abgebrochen

 

CITY GATE „HÖRSER TOR“

  • former location of one of the four city gates
  • named after the village of Hörsum
  • 1824-5  demolished

 

Eine erste einfache Stadtbefestigung legten die Bürger Anfang des 14. Jahrhunderts an. Besonders im Norden, Osten und Süden musste die Stadt geschützt werden, während im Westen durch die Leine und Mühlenstrang ein natürlicher Schutz vorhanden war. Mit der Anlage von Wall und zwei Gräben sowie dem Bau der Stadtmauer und mehreren Wehrtürmen in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, wurde die Stadt befestigt. Einer der vier Durchlässe in der Stadtmauer war hier das „Hörser Tor“, benannt nach der Durchfahrt zum benachbarten Ort Hörsum. Zum Schutz dieses Tores stand ein wichtiger Turm, der „Hörser Turm“, auf dem Klinsberg. Von ihm aus überblickte man die Heerstraße im Leinetal und den Flussübergang durch die Leine.

Wie auch die anderen drei Stadttore verfügte das „Hörser Tor“ über eine geräumige Torhalle, die durch starke, mit eisernen Ketten versehene Torflügel geschlossen werden konnte. Über der Torhalle ragte der Torturm in die Höhe, der den Turmwächtern zum Aufenthalt diente. Die obere Plattform des Tores war so geräumig, dass dort noch 1805 ein kleines Haus stand.

Der „Hörser Turm“ wurde 1791 abgetragen und das „Hörser Tor“, das am längsten von allen Toren gestanden hat, 1824/25.