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Auenpark Alfeld

15.07.2013

Zwischen der Leinebrücke und der Sportanlage an der Ziegelmasch entsteht in den nächsten Jahren ein Auenpark. Dieser wird nicht nur als städtische Ausgleichsfläche für flächenversiegelnde Baumaßnahmen dienen, sondern auch der Naherholung. Nun ist der erste Bauabschnitt des Wegebaues beendet. Anlass genug, sich das Projekt einmal genauer anzuschauen.

Am Beginn des Projektes Auenpark standen eine gesetzliche Vorgabe und eine gute Idee. Im Fall dieses Projektes mit Naherholungscharakter gelingt es der Stadt Alfeld (Leine), beides auf sehr vorteilhafte Weise miteinander zu kombinieren. Doch von Anfang an....

Aus der Luft betrachtet ist unschwer zu erkennen, wie die Leine nicht nur das Leinebergland teilt, sondern auch prägend für die Ansiedlungen an seinen Ufern ist. Allerdings: in der Nähe der Alfelder Innenstadt am Ufer der Leine spazieren zu gehen und den Fluss zu erleben ist bislang nicht möglich.

Das niedersächsische Naturschutzgesetz und das Baugesetzbuch sehen vor, das für Bauvorhaben in deren Folge eine erhebliche Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts oder des Landschaftsbildes gegeben ist, Ausgleichsmaßnahmen zu schaffen sind. Diese Vorschrift betrifft sowohl öffentliches, gewerbliches als auch privates Bauen.

Diese Ausgleichsmaßnahmen werden für die nächsten Jahre im Gebiet des zukünftigen Auenparkes gebündelt. Vereinfacht gesprochen werden viele Häuslebauer und viele Investoren zukünftig dazu beitragen, den Auenpark mehr und mehr wachsen zu lassen. Einen besonderen Charme hat diese Maßnahme nicht nur, weil die entsprechenden Flächen bereits im Besitz der Stadt Alfeld (Leine) sind sondern auch, weil damit die Idee, Menschen und Fluss näher zueinander zu bringen, in die Realität umgesetzt werden kann.

Für die Planung und Realisierung des Auenparkes ist das Planungsamt der Stadt Alfeld (Leine) zuständig. Ihnen obliegt es, die Vorstellungen zur Schaffung eines Naherholungsgebietes für die Stadt Alfeld  mit den Belangen des Umwelt- und Hochwasserschutzes in Einklang zu bringen.

„Auch wenn unser erklärtes Ziel ist, den Menschen in Alfeld die Möglichkeit zu geben endlich entlang des Flusses spazieren zu gehen und die malerische Landschaft zu genießen, Vorrang müssen bei diesem Projekt die Vorgaben des Hochwasserschutzes haben“, erläutert Ina Mäkeler. „Sowohl die Auswahl der Bäume die in den nächsten Jahren gepflanzt werden ist festgelegt, wie auch die einzelnen Baumstandorte genau berechnet sind.“ Auch wenn später einmal der Eindruck des Willkürlichen eintreten wird, bei der Gestaltung der Aue muss in jedem Bereich sichergestellt sein, dass sie kein Hindernis in Überschwemmungssituationen darstellt, sondern das Wasser ganz natürlich abfließen kann.

Die spezifische Situation einer Flussaue ist auch mit dafür verantwortlich, dass der Wegebau des „Bauabschnittes 1“ über ein halbes Jahr gedauert hat. Volker Pippert: „Nachdem wir in diesem früh einsetzenden und langen Winter schon ordentlich mit dem Wetter Probleme bekommen haben, ging im Februar die beauftragte Firma in Insolvenz. Nun hieß es, den Auftrag neu zu vergeben. Danach setzte der Regen ein, der uns ja auch hier im Leinetal ordentlich zu schaffen gemacht hat. Hinzu kommt ja grundsätzlich, dass die Auenbereiche sehr schnell vernässen und somit der Einsatz schwerer Maschinen stark limitiert ist.“

Nun ist allerdings der erste Bauabschnitt des Wegebaues weitestgehend fertiggestellt und mit einer wassergebundenen Oberfläche versehen. Allerdings sollten die Wege noch nicht befahren werden, da noch letzte Arbeiten anstehen. Auch der zweite Bauabschnitt soll in diesem Jahr beendet werden. Damit können dann auch erste Bepflanzungen vorgenommen werden. Der Wegebau ist so ausgerichtet, dass die Wege nach Fertigstellung von Radfahrern und Fußgängern genutzt werden können. Für das Befahren mit anderen Fahrzeugen sind die Wege nicht ausgelegt.

Es wird noch einige Jahre dauern, bis der Auenpark „fertig“ ist. Bis dahin kann man sich an seinem Wachsen und dem Gedeihen der Bäume erfreuen. Die eingeplanten Punkte zum Verweilen, die auch Elemente für Kinder beinhalten werden, werden nach und nach eingebaut. Dennoch kann man sich schon jetzt auf den nahen Tag freuen, an dem man zum ersten Mal die neuen Wege entlangspazieren kann. Später einmal wird die Leineaue geprägt sein von vielen Bäumen wie der Esche, der Weide und der Erle. Sie wird jahreszeitlich ihre Farbe verändern und immer wieder etwas Neues zum entdecken parat halten. Und währenddessen fließt noch viel Wasser die Leine runter....