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Theaterspektakel trifft Bauhaus

21.12.2020

Fabienne Gohres (vorne), Brigitte Findeiß, Jürgen Zinke, Hans-Günther Scharf (hinten von links) planen das 2021er Theaterereignis im Fagus-Werk. Foto: Claus-Ulrich Heinke

Die Heersumer Sommerspiele kommen rum: 2021 sind sie im Fagus-Werk zu Gast

„Sie wissen schon, dass Sie die Katze im Sack eingeladen haben“, frotzelt lachend Jürgen Zinke, Geschäftsführer des Forum Heersum, über den Tisch. „Gerade deswegen haben wir euch ja eingeladen,“ nimmt ebenfalls lachend Fabienne Gohres Managerin des UNESCO-Weltkulturerbes Fagus-Werk den Ball auf. Gute Stimmung bei der Presse- Vorstellung einer ungewöhnlichen kulturellen Kooperation: Das von Walter Gropius erbaute Fagus-Werk hat zum zehnjährigen Jubiläum seiner Ernennung zum UNESCO- Weltkulturerbe im kommenden Jahr das soziokulturelle Landschaftstheater Forum Heersum eingeladen.

„Mir gefällt beim Forum Heersum, dass die szenischen Projekte immer so viele Menschen aus der Region als Mitwirkende aktivieren – das ist ja auch unser Interesse,“ erklärt Fabienne Gohres. Weiß sie, wie bunt, spaßig und auch mal schrill es beim Forum zugehen kann? „Ja klar, das ist auch ein Grund, warum wir zusammenarbeiten wollen. Ich habe frühere Vorstellungen besucht und weiß Bescheid. “

Auch die Stadt Alfeld ist mit dabei. „Im städtischen Miteinander ab es immer schon umfangreiche kreative Mitmachprojekte und Aktionen - wir schätzen solche kulturpädagogischen künstlerischen Vorhaben, wie sie das Forum Heersum entwickelt hat, sehr. Der Kulturausschuss ist über die anstehende Kooperation in 2021 informiert“, so der Leiter der Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Stadtmarketing und Tourismus Hans-Günther Scharf.

Er erinnert daran, dass sich in Alfeld auf besondere Weise eine mittelalterlich geprägte Innenstadt, landwirtschaftliche Tradition und moderne Industrielandschaft verbinden. In so einem urbanen Umfeld das richtige Thema zu finden, wird eine spannende Herausforderung an das Team aus Heersum werden.

Denn der Hauptspielort wird das Werksgelände sein – ein ziemlicher Kontrast nach den letzten Spielorten in Wrisbergholzen und Söhre. Das Werk ist bestimmt durch die ästhetische Formsprache der Bauhaus-Zeit. „Das ist in der Tat was anderes als unsere bisherigen Landschafts-Projekte. Es gibt aber schon erste Ideen. Die müssen wir aber noch weiter entwickeln. Mehr will ich jetzt noch nicht verraten,“ sagt Jürgen Zinke.

Die Aufführungen der Heersumer TheatermacherInnen leben davon, dass möglichst viele Menschen aus der jeweiligen Umgebung mitmachen. Und die war immer ländlich geprägt. Kann das hier schwierig werden? „Nein, da sehe ich keine Probleme,“ sagt Brigitte Findeiß. Sie ist beim Forum auch für die große Schar der Laiendarsteller verantwortlich und weiß jetzt schon, dass es mindestens 100 Interessierte gibt, die in Alfeld dabei sein wollen. „Das ist aber nur ein Anfang. Wir freuen uns auf ganz viele weitere aus der Stadt und ihrer Umgebung. Am 21. März findet dazu hier im Werk ein Casting statt, zu dem alle eingeladen sind. Je mehr, desto besser. “

Am 25. Juni kommenden Jahres soll Premiere sein. „Wahrscheinlich müssen wir auch dann noch in irgend einer Weise mit besonderen Corona-Bedingungen rechnen,“ sagt Zinke. „Aber das bekommen wir in den Griff. Wir haben schließlich in diesem Jahr damit Erfahrungen sammeln können. “ Auch die weiteren Termine stehen schon fest: 26. Juni, 2./4./.9./10./16./17. Juli. Zweite Runde: 4./5./10. und 11. September.