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alfeld-rockt-Café startet durch

08.01.2018

North Alone

Cosmo Thunder

Polaroid

Das geht ja schon mal gut los! Am Samstag 13. Januar kommen mit North Alone, Cosmo Thunder und Polaroit gleich drei gestandene Acts auf die Bühne des alfeld-rockt-Cafés. Einlass ist um 20.00 Uhr

Wenn man Paul Wiszinski so zuhört, könnte man denken, er sein ein sturer Einsiedler, der sich vor seinen Mitmenschen versteckt. War sein Projekt POLAROIT früher eine Band, ist er inzwischen das einzig verbliebene Mitglied. Dadurch sei alles viel besser geworden, gibt er zu Protokoll. Er käme besser klar, funktioniere viel besser und müsse sich nicht mehr auf andere verlassen. Aus einer schier undefinierbaren Mischung aus Indie, Pop und Punk ist dabei Power-Akustikmusik geworden, mit viel Energie und bloß weit weg vom verschnulzten Singer/Songwriter-Tum. Die Songs sind allerdings noch dieselben – nur eben auf Akustikgitarre gemünzt. Songs über Leben, Liebe, Heimat und Fernweh. Songs, die mehr als deutlich machen, dass Paul garantiert niemand ist, der sich vor der Welt versteckt, sondern alle Herausforderungen annimmt. Durch eine gewisse Portion Punk laden sie allerdings viel eher zum Anstoßen und Feiern als zum Weinen ein.

„Ich bin Polaroit“, sagt er selbstbewusst. Stimmt – und eine Band im Rücken braucht er dabei garantiert nicht, denn kraftvoll ist seine Musik auch so!

COSMO THUNDER geht es ganz ähnlich und nach 23 Jahren leben lieben und leiden in der südlichen Provinz der Lüneburger Heide hat sich einiges angestaut was raus muss. Ein Ventil fand COSMO THUNDER (Dominik Wagenführ) in der Musik. Vom Fernweh angetrieben verschlug es ihn nach Braunschweig. Dies verarbeitete er in seiner ersten EP Stadt/Land/Flucht die mit Hilfe vieler alten und neuen Freunden entstand.

Die wohl größten Komplimente, die man NORTH ALONE aka Manuel North machen kann, sind auch gleichzeitig jene, die man als eingefleischter Fan all seinen Lieblingsbands gerne machen möchte: NORTH ALONE hat eine extrem sympathische, weil bodenständige und unprätentiöse Kumpel-Attitüde in der Ansprache und gleichzeitig einen so dermaßen internationalen, weitgereisten musikalischen Gestus, dass den geneigten Folkpunkund Country-Fan selbst vor der heimischen Stereoanlage des öfteren das Fernweh packt. Man muss sich schon mehrfach selbst backpfeifen, um am Ende wirklich festzustellen, dass man es hier mit einem deutschen Künstler zu tun hat und nicht mit einem waschechten Akustikharken-Raubein aus den Staaten, der seit Jahren weltweit aus Koffern (und Whiskeygläsern) lebt. Wobei: NORTH ALONE macht eigentlich ganz genau das, sowohl mit Solo-Shows als auch in Full Band Besetzung - nur halt eben derzeit (noch) in eher hiesigen Europäischen Gefilden. Aber stets mit dem richtigen DIY-Spirit unter dem Trucker-Cap.

Wahrscheinlich leitet sich auch genau aus dieser unermüdlichen - Obacht, Beinahe-Wortspiel! - 3-Akkordarbeit das grundehrliche Rezept für die schönen Songs des neuen Longplayers CURE & DISEASE her: Wer viel reist, der hat halt was zu erzählen. Und wer die Straße kennt, ist nun mal „streetwise“ und verdient sich seine Credibility-Sporen locker nebenher mit jedem weiteren Kilometer auf dem Tacho des Tourvans. Und da schließt sich dann auch der Kreis, denn die vielen Hits, die man auf CURE & DISEASE findet, klingen ganz genau so, als wären sie in Motel-Getränkeautomaten, an Tankstellen, bei Autopannen auf dem Highway oder in

sämtlichen Lieblingskneipen der Welt geschrieben. Authentisch, direkt und mit leicht angeschwipster Spielfreude, nicht zuletzt in der Reibeisenstimme von Manuel, der genauso dreckig und erdig klingt, wie der erste Doppelkorn am Wochenende schmeckt. Dazu gesellt sich genau jene locker flockige Produktion mit sämtlichen folkigen Gadgets, die Fan so liebt. Prima Gastvocals von Tourpartnern wie Old Man Markley und Larry And His Flask runden schließlich das Gesamtbild ab: NORTH ALONE macht vieles goldrichtig und wird den Weg nach Norden ziemlich sicher nicht lange alleine gehen müssen...

Also, Koffer packen und mitreisen, Leute!

NORTH ALONE // COSMO THUNDER // POLAROIT

Samstag, 13. Januar 2018

Einlass: 20.00 Uhr / Beginn: 21.00 Uhr

Eintritt: 5 Euro