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Aus „HI“ soll wieder „ALF“ werden dürfen

24.02.2012

Die Vertreter der beteiligten Städte freuen sich auf die "alten neuen Bleche"

Kommunen und Bürger in Niedersachsen wollen KFZ-Altkennzeichen zurück. Der Landkreis Hildesheim hat bereits die Bereitschaft zur Wiedereinführung des ALF-Kennzeichens gegeben. Nun ist das niedersächsische Wirtschaftsministerium am Zug.

Mehrere niedersächsische Städte und Gemeinden streben die Wiedereinführung ihrer früheren KFZ-Kennzeichen an, die ihnen im Rahmen der Kreisgebietsreform aus dem Jahr 1977 entzogen wurden. In einer gemeinsamen Erklärung forderten sie in Hannover nun am 23. Feburar 2012 eine Änderung der Straßenverkehrszulassungsverordnung, die es den Kommunen in Niedersachsen zeitnah erlaubt, die Altkennzeichen unbürokratisch zu vergeben. Für Alfeld ein Grund zur Freude: der Landkreis Hildesheim hat bereits seine Zustimmung zur Wiedereinführung des ALF-Kennzeichens bekundet.

Landkreise, die bisher ihre Ablehnung erklärt hatten, werden vom Niedersächsischen Städtetag aufgerufen, ein positives Votum gegenüber dem Niedersächsischen Wirtschaftsministerium abzugeben. Letzteres solle sich auf Bundesebene wie bisher für eine kurzfristige und unbürokratische Lösung einzusetzen.

Unterstützt wird die Forderung durch eine aktuelle Studie der Hochschule Heilbronn. Das Forschungsprojekt „Kennzeichenliberalisierung“ hat unter der Leitung von Prof. Dr. Ralf Bochert auch in zwölf Städten Niedersachsens rund 3.000 Bürgerinnen und Bürger befragt. Das Ergebnis ist eindeutig: 76,4 Prozent wünschen sich die Wiedereinführung der abgeschafften Kennzeichen. Zwölf Prozent sind dagegen. „Über 70 Prozent der 16-30-jährigen Befragten stimmen der Wiedereinführung der abgeschafften Kennzeichen zu. Das zeigt, dass es sich um ein modernes Thema handelt“, so Bochert. Bundesweit wurden über 30.000 Personen in 144 Städten mit ähnlichem Ergebnis befragt.    

Für Barbara Schlag, Bürgermeisterin der Stadt Norden, bestätigen die Resultate die positive Resonanz in ihrer Kommune: „Die Umfrage in Norden hat ergeben: Unsere Bürger haben ein ausgeprägtes Interesse am Wiederaufleben des „NOR“-Kennzeichens. Es vermittelt den Bürgerinnen und Bürgern ein Gefühl von Bürgernähe und Heimat. Zudem wäre es ein ideales Symbol unserer Stadtmarke und würde unsere Außenwahrnehmung erhöhen.“

In Deutschland haben sich mittlerweile mehr als 200 Kommunen dieser Forderung per Stadt- oder Gemeinderatsbeschluss angeschlossen. Bundesweit verschwanden 1977 mehr als 300 KFZ-Kennzeichen aus dem öffentlichen Straßenbild. Aktuell zeichnet sich jedoch ab, dass das Bundesverkehrsministerium den Ländern die Wiedereinführung der Alt-Kennzeichen grundsätzlich erlauben wird. Im Frühjahr 2012 soll dazu eine rechtliche Regelung in den Bundesrat eingebracht werden. Das Land Niedersachsen unterstützt das Vorhaben der Kommunen.

Träger der Initiative in Niedersachsen sind die Kommunen Alfeld, Braunlage, Bremervörde, Clausthal-Zellerfeld, Duderstadt, Einbeck, Bad Gandersheim, Hann. Münden, Neustadt am Rübenberge, Norden, Otterndorf, Rinteln, Soltau und Syke.