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Kurzinfo

Archäologische Funde weisen darauf hin, dass der Platz, an dem sich der heutige Stadtkern befindet, mindestens seit der Eisenzeit (ca. 500 v. Chr.) besiedelt war.

Chronik der Stadt

Jahr

Ereignis

1214

Alfeld wird zum ersten Mal in einer Urkunde erwähnt; in dem Dokument wird Johannes von Alvelde, ein Meier des Bischofs zu Hildesheim, genannt.

1221

Der Marktort Alfeld besitzt schon besondere Rechte, aber noch kein Stadtrecht.

1258

Alfeld wird in einer Urkunde zum ersten Mal als "Stadt" erwähnt; die Urkunde enthält ausserdem das Stadtsiegel mit der Abbildung des Heiligen Nicolaus´, des Stadtpatrons.

13. Jh.

Beginn des Baus einer Stadtbefestigung.

1308

Erste Erwähnung der Leinemühle (Getreidemühle).

1317

Die Alfelder Bürger leiten die Warne in die Stadt; mit dem Wasser wird die Obere und die Untere Warnemühle betrieben, ausserdem können die Stadtgräben im Verteidigungsfall geflutet werden.

1333

Erste urkundliche Erwähnung einer Gilde (Bäckergilde).

1358

Erwähnung einer bischöflichen Burg in Alfeld.

1360

In einer Urkunde aus dem Jahr 1465 wird erwähnt, dass die Obere und die Untere Warnemühle (beides Getreidemühlen) bereits 1360 bestanden haben.

1413

Erste Erwähnung der Walkemühle (zum Walken von Tuch), der Lohmühle (zur Herstellung von Gerbstoff) und der Bokemühle (zum Brechen von Flachs).

1426

Alfeld wird Mitglied im Sächsischen Städtebund, der in enger Verbindung zur Hanse steht. Das Bündnis dient vor allem dem Schutz des Handels. Alfelder Kaufleute handeln u. a. mit Flachs, Garn, Leinwand und Hopfen. Der wirtschaftliche Wohlstand der Stadt dauert bis zum Beginn des 30jährigen Krieges (1618 - 48) an.

1462

Erste Erwähnung einer Lateinschule

1488

Die St. Nicolai Kirche erhält einen Doppelturm.

1522

Durch die Streitigkeiten der Hildesheimer Stiftsfehde (1519 - 23) kommt Alfeld unter die Herrschaft des Herzogtums Braunschweig-Wolfenbüttel.

1542

Einführung der Reformation.

1584-86

Das ursprünglich im gotischen Stil erbaute Rathaus wird im Stil der Weserrenaissance umgestaltet.

um 1608

Bau des Planetenhauses

1610-12

Bau der Lateinschule (heute Stadtmuseum).

1615

Bau des Erkers am Kalandhaus (abgebrannt im Jahr 1906).

1625

Am 13. Oktober treffen sich Tilly und Wallenstein in Limmer zu einer Unterredung. Wallenstein quartiert seine Truppen in Alfeld ein. Die Stadt muss Zwangsabgaben leisten.

1641

Vom 5.-10. August fällt Alfeld einer Plünderung zum Opfer. Von den Folgen des 30jährigen Krieges kann sich die Stadt nur schwer erholen.

1654

Anlage einer Ölmühle.

1706

Bau einer Papiermühle (Vorläuferin einer Papierfabrik).

ab 1770

Beginn des Abbruchs der Stadtbefestigung.

1769

Durch den Bau einer Chausee von Hannover nach Kassel erhält Alfeld eine "Postanstalt", die auch Haltestelle für die "fahrende Post" ist. Das Postbüro befand sich in einem Gebäude auf dem heutigen Bahnhofsgelände.

1813

Am 21. Juni wird ein Lehrerseminar eröffnet (im Gebäude der ehemaligen Lateinschule).

1837

Am 15. September wird die "Liedertafel", der erste Gesangsverein in Alfeld, gegründet.

1846

Am 2. Juni fällt fast die Hälfte der Stadt einem Brand zum Opfer.

1846

Am 10. Januar wird die Kreissparkasse gegründet.

1852

Am 23. Dezember gibt der Buchdrucker Friedrich Steegen zum ersten Mal das "Wochen und Anzeigenblatt für die Städte Alfeld, Elze und Gronau" heraus; diese erste Alfelder Lokalzeitung ist die Vorläuferin der Niedersächsischen Volkszeitung bzw. der Alfelder Zeitung.

1853

Neubau des Lehrerseminars (in dem Gebäude war später die Pädagogische Hochschule untergebracht; heute: Seminarparkplatz).

1853/54

Die Stadt erhält einen Anschluss an die Bahnlinie Hannover-Kassel. Alfeld entwickelt sich in den folgenden Jahrzehnten von einer Ackerbürger- zu einer Industriestadt; zahlreiche Betriebe und Handelsunternehmen siedeln sich an (z. B. 1856 Carlshütte/später AMA-Werk, 1860 Ernst C. Behrens / Tüten-, Papier- und Cartonage-Fabrik, 1866 Tierhandlung L. Ruhe, 1884 C. Behrens / Schuhleisten; 1890 Otto Wesselmann / Alfelder Eisenwerk, 1894 Karl Petri / Sack- und Segeltuch und Wagner, 1911 Fagus-Werk (Karl Benscheidt / Schuhleisten). Im Bereich des Bahnhofs entwickelt sich ein Gewerbegebiet.

1855

Bau des Ravenhauses (es ist ursprünglich Armen- und Arbeitshaus, dient später auch als Krankenhaus und Altersheim; heute sind dort Altenwohnungen eingerichtet).

1858

Gründung des Männerturnvereins.

1859

Alfeld wird Verwaltungssitz des Amtes Alfeld (Zusammenschluss aus dem Amt Winzenburg und Lamspringe), dem Vorläufer des Kreises Alfeld. Die Stadt muss um diesen Sitz zu erhalten, allerdings ihren Status als Stadt aufgeben.

1868

Bau einer Gasanstalt.

1870

Bau einer modernen Wasserleitung.

1873

Gründung der Freiwilligen Feuerwehr.

1874

Am 30. Mai: Gründung des Zweigvereins des "Allgemeinen deutschen Arbeitervereins".

1885

Alfeld wird Kreisstadt; der Kreis Alfeld entsteht aus dem Amt Alfeld und den Gemeinden Capellenhagen, Duingen, Fölziehausen und Lübbrechtsen.

1887

Einrichtung einer höheren Stadtschule (Vorläuferin des heutigen Gymnasiums).

1888

Einrichtung einer höheren Mädchenschule.

ab 1890

Bau der Kanalisation.

1892

Einrichtung einer Badeanstalt in der Leine (im Leinebogen an der Vormasch).

1892

Am 18. Juni wird der Friedhof an der Hildesheimer Strasse eingeweiht.

1895

Bau der Roten Schule (heute: Bürgerschule).

um 1900

Beginn der Wohnbebauung ausserhalb der Stadtmauern.

1902

Bau der katholischen Marienkirche.

1902

Alfeld erhält das Stadtrecht zurück.

1911

Walter Gropius beginnt mit dem Bau des Fagus-Werks.

1911

Bau eines Elektrizitätswerks.

1914

Einrichtung von Reservelazaretten (u. a. im Kaiserhof).

1923/24

Ausbruch einer Typhusepidemie.

1928

Eröffnung des Heimatmuseums.

1931

Einweihung des Himmelbergturms.

1933

Nachdem die Nationalsozialisten an die Macht gekommen sind, beginnt auch in Alfeld die Verfolgung politischer Gegner und anders denkender Menschen. z. B. am 3. Mai: Besetzung des Gewerkschaftshauses (heute Winzenburger Strasse 60) durch SA und SS (Allgemeines Verbot der Gewerkschaften am 2. Mai 1933).

1933

Am 22. April: Eröffnung des Tiermuseums.

1933

Nach dem allgemeinen Verbot der SPD am 27. Juni 1933 werden die Bürgervorsteher (=Ratsmitglieder) der SPD Fraktion aus dem Bürgervorsteherkollegium ausgeschlossen.

1937

Einweihung des Freibades und des Hindenburgstadions.

1939-45

Während des 2. Weltkrieges werden auch in Alfeld Zwangsarbeitslager eingerichtet, u. a. auf dem Gelände der Firma Ruhe (heute: Schulrat-Habermalz-Schule, Ecke Kalandstraße/Walter-Gropius-Ring) und in der Hollborn-Fabrik (heute: Dänisches Bettenlager). Zahlreiche Ausgebombte z. B. aus Hannover und dem Rheinland finden in Alfeld Zuflucht.
Die Stadt bleibt unzerstört.

1945

Am 8. April nehmen die Amerikaner Alfeld ohne Gegenwehr ein.

1944/45

Die ersten Flüchtlinge und Vertriebenen treffen in Alfeld ein.

1945

Am 1. Juni übergeben die Amerikaner die Stadt an die britische Militärverwaltung.

1945

Am 1. Juli wird in dem Volksschulgebäude an der Bismarckstrasse (heute: Realschule) ein Krankenhaus eingerichtet.

1946

Am 18. Januar wird die pädagogische Hochschule eingeweiht.

1946

Am 9. Februar: Hochwasserkatastrophe

1946

Frühjahr: fast täglich treffen Züge mit Flüchtlingen und Vertriebenen auf dem Alfelder Bahnhof ein. Die Menschen, von denen die meisten aus Schlesien stammen, werden in der Stadt und in den Gemeinden des Kreises untergebracht. Die Einwohnerzahl der Stadt bzw. des Landkreises verdoppelt sich. Die entstandene Wohnungsnot kann nur langsam abgebaut werden (ab Anfang der 50er Jahre entstehen Neubaugebiete u. a. am Sindelberg, am Heitkamp, an den Steinköpfen, auf dem Steinberg, an der Robert-Linnarz-Strasse, am Schlehberg).

1946

Am 15. September findet die erste Gemeindewahl nach dem Krieg statt.

1947

Im Januar beginnt die Volkshochschule mit ihrem Veranstaltungsprogramm.

1948

Am 6. September wird die Dohnser Schule eingeweiht; sie befand sich damals noch im Gebäude der Hollborn-Fabrik (heute: Dänisches Bettenlager).

1961

Einweihung des Schlehbergrings.

1964

Bau des neuen Krankenhauses am Eiberg.

1969

Neubau des Gymnasiums, Einweihung 1971.

1974

Im Rahmen der Gemeindereform verlieren 15 Gemeinden ihre Selbständigkeit und werden zu Ortsteilen von Alfeld.

1977

Alfeld verliert den Kreissitz; der Landkreis Alfeld wird Teil des Kreises Hildesheim.

1978

Neubau des Bahnhofgebäudes.

1986

Bau der Nordtangente.

1988-95

Innenstadtsanierung.

1989

Am 1. Juli wird Alfeld selbständige Stadt.

1991

Am 5. Dezember wird eine Städtepartnerschaft mit der englischen Stadt Wakefield geschlossen.

1995

Alfeld wird Hauptsitz der Vermessungs- und Katasterbehörde Alfeld/Hildesheim