30. Internationale Fredener Musiktage

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Die Internationalen Fredener Musiktage stehen vor ihrer 30. Saison. Von 23. Juli bis 5. August sind unterschiedlichste Konzerte unter dem Motto „Plan B: Beethoven, Bach, Brahms...“ geplant.

Anders Mogensen, einer von vielen hervorragenden Künstlern bei den diesjährigen Fredener Musiktagen

Anders Mogensen, einer von vielen hervorragenden Künstlern bei den diesjährigen Fredener Musiktagen

Intendant Utz Köster: „Ausgerechnet im vergangenen Jubiläumsjahr mussten wir die Internationalen Fredener Musiktage coronabedingt in diesen Sommer verschieben. Nun wagen wir eine neue Geburtstagsausgabe im Juli und August, selbstverständlich unter den geltenden Schutzvorgaben. Wir können flexibel reagieren, zum Beispiel mit einer stimmungsvollen Open-Air-Spielstätte auf dem „Fredener Festspielhügel“. Zum 30. Jubiläum erwarten wir alte Weggefährt*innen und neue Künstler*innen mit ausgezeichnetem Renommée.“

Zum Programm
Die Konzerte finden einstündig ohne Pause statt und werden, wenn möglich, zweimal gespielt. Zum Konzept gehören neben den aktuellen Schutzregeln außerdem Zugangsvoraussetzungen wie Vorlage eines Impf-, Immunitäts- oder aktuellen Testnachweises.

Wie in den vergangenen Jahren präsentieren die Internationalen Fredener Musiktage die erfolgreiche Kombination aus diversen Konzertgenres und –formaten. So werden neben den Kammermusikkonzerten des Festival-Ensembles camerata freden unter anderem Jazz zum 101. Geburtstag von Charlie „Birdie“ Parker mit dem Hans Koller Trio, Barockmusik für Kinder oder ein Gesprächskonzert mit Volker Hagedorn und dem Barockensemble la festa musicale zu hören sein. Außerdem kommt der gefeierte Schlagzeuger Christoph Sietzen erneut nach Freden, diesmal mit dem The Wave Quartet (vier Marimbas), und der Bariton singt eine Liedermatinée im Alfelder Fagus-Werk.

Das Festival vergibt jährlich einen Kompositionsauftrag. Zum 30. Jubiläum stehen sogar zwei zeitgenössische Komponisten im Fokus: Bernat Vivancos und Daniele Ghisi. Vivancos komponierte auf Anregung der Sopranistin Nuria Rial das zeitgenössische Oratorium „Duo Seraphim“ mit barockem Instrumentarium. Und Ghisi hat nach dem faszinierenden Trio „269 steps away from you (269 steps away from me)“ für Bassklarinette, Violine und Elektronik von 2016 ein weiteres Auftragswerk für Streichorchester und Elektronik für die beiden Festkonzerte mit der camerata freden erschaffen, bei denen auch die beiden renommierten Solisten Simon Bode und Ivo Dudler bei der Britten – Serenade für Tenor, Horn und Streicher mit dabei sind.

Auch 2020, ohne die Pandemie, wäre das Thema der 30. Internationalen Fredener Musiktage „Plan B: Beethoven, Bach, Brahms...“ gewesen, besonders um das Beethoven-Jubiläum zu würdigen. Teil des Festival-Programms wird daher in diesem Jahr ein Beethoven-Klavierabend mit Valery Afanassiev sein. Ebenso hochkarätig ist der erneute Besuch des Quartetto di Cremona zusammen mit dem renommierten Cellisten Eckart Runge, ehemals Gründungsmitglied des Artemis Quartetts. Sie spielen Schubert und Bach Open Air auf dem Hof Habenicht-Hummelke in Freden. Schlusspunkt des Festivals sind zwei Sonderkonzerte am 5. August in der P.S.Halle Einbeck mit dem Bundesjugendorchester unter Leitung von Elias Grandy. Auf dem Programm steht u.a. die 9. Sinfonie „Aus der Neuen Welt“ von Dvořák. Auch die Ausstellung bildender Kunst in der Fredener Zehntscheune schließt an das Motto an und zeigt mit „Beethoven and Beyond“ Arbeiten von Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Alfeld im Dialog mit ausgewählten Werken aus 28 Jahren Ausstellungen bei den Fredener Musiktagen.

Tickets 
Festivalbüro, Am Schillerplatz 2 in Freden,
Tel. 05184-950179 und an allen Reservix- Vorverkaufsstellen.
Öffnungszeiten Festivalbüro: Mo und Do, 15-18 Uhr I Fr 10-12 Uhr.
https://fredener-musiktage.reservix.de

Zum Jubiläum erscheint die Website des Kammermusikfestivals in einem neuen Design und präsentiert die geplanten Programmpunkte für Freden, Alfeld und Einbeck unter https://fredener- musiktage.de/

 

Die Fredener Musiktage
Freden (Leine), im Süden des Landkreises Hildesheim gelegen, hat etwa 3.000 Einwohner und hatte bis zur Gründung des Festivals 1991 fast keine klassische Musiktradition. Das Engagement und die Begeisterung vieler Fredener Bürger für das neue professionelle kulturelle Angebot fern der Kulturmetropolen mündete 1996 in die Gründung des eigenständigen Trägervereins Internationale Fredener Musiktage e.V. Auf diese Weise ist es gelungen, klassische Musik als Integrationsmittel und Identifikationsmerkmal im Ort zu verankern. Die spartenübergreifende Konzeption des Programms unter Einbeziehung von bildender Kunst, Film und Kinderkonzerten gehört seit vielen Jahren zum Festival.
Die Infrastruktur des Festivals ist zum großen Teil ehrenamtlich aufgebaut – von der Veranstaltungsregie über das Catering und die Privatquartiere für viele der Musiker bis hin zur künstlerischen Leitung und der Intendanz. Aus diesem Grund erhielten die Internationalen Fredener Musiktage im Herbst 2010 die höchste Auszeichnung, die das Land Niedersachsen im musikalischen Bereich vergibt: den Praetorius Musikpreis Niedersachsen in der Kategorie „Ehrenamtliches Engagement“.