Weicheres Wasser für Alfeld

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Neubau der Enthärtungsanlage im Wasserwerk Eimser Weg: Die Planungsarbeiten für die Errichtung einer Enthärtungsanlage am Standort Eimser Weg sind in vollem Gange. Mit der neuen Enthärtungsanlage soll das gesamte Netzgebiet Alfeld (Leine) künftig von dem Standort Eimser Weg aus mit weicherem Wasser versorgt werden.

Die Wasserwerk Alfeld GmbH hatte bereits in 2020 die benötigten Ingenieurleistungen europaweit ausgeschrieben und beauftragt. Die Planung sieht den Neubau eines Betriebsgebäudes vor, in dem die Enthärtungsanlage zusammen mit den erforderlichen Speicherbehältern und Pumpen für die Verteilung des aufbereiteten Trinkwassers in das Versorgungsnetz untergebracht ist. Das neue Gebäude entsteht neben dem bestehenden Gebäude, auf dem selben Grundstück. Die Errichtung der Anlage erfolgt im laufenden Betrieb, das bestehende Wasserwerk wird nach Fertigstellung außer Betrieb genommen.

Mit der Enthärtung wird es künftig möglich sein, die Haushalte in Alfeld mit Trinkwasser im Härtebereich mittel (13°dH) zu beliefern. Derzeit liegt der Härtegrad mit 30°dH im Härtebereich „“Hart“. Dies hat im Haushaltsbereich insbesondere Vorteile beim Einsatz von Spül- und Reinigungsmitteln. Das weichere Wasser ermöglicht darüber hinaus eine längere Nutzungsdauer von Haushaltsgeräten und Armaturen.

Bei der Enthärtung ist geplant, ein Ionenaustauschverfahren einzusetzen, bei dem es zum einen zu keiner Erhöhung von Inhaltsstoffen im Trinkwasser kommt (z.B. Natrium wie bei normalen Hausenthärtern) und zum anderen wird eine erhöhte Salzfracht im Prozessabwasser der Anlage vermieden.

Die Ionenaustauscher müssen im laufenden Betrieb regelmäßig regeneriert werden damit ihre Funktionstüchtigkeit erhalten wird. Bei dem geplanten Verfahren erfolgt die Regeneration ohne Zugabe von chemischen Regenerationsmitteln. Diese erfolgt ausschließlich mit Kohlenstoffdioxid (CO2), welches zum einen aus dem Verfahren selbst entsteht und zum anderen auch von außen dem Enthärtungsprozess hinzugefügt wird. Damit leistet die Anlage auch einen positiven Beitrag hinsichtlich der CO2 Bilanz.


Zeitlicher Ablauf zur Trinkwasserenthärtung

•       am 26.09.2019                                              

öffentliche Informationsveranstaltung in der „Kurt-Schwertfeger-Aula“

•       bis 25.10.2019            

 

 

 

Meinungsabfrage an alle Volljährigen

Adressaten: 16.341

Rückläufe:  8.927 (54,63 %)

davon mit „Ja“:   5.562 (62,31 %)

•       am 11.12.2019       

 

Ratsbeschluss der Stadt Alfeld (Leine) als Gesellschafterin der Wasserwerk Alfeld GmbH

•       ab Januar 2020      

 

Beginn der Planungsphase und Ausschreibungsvorbereitungen für die Ingenieurleistungen (Gebäude- und Anlagenplanung)

•       am 16.06.2020            

positiver Bauvorbescheid seitens der Stadt Alfeld (Leine)

•       August 2020                

 

öffentliche Ausschreibung der Ingenieurleistungen für die Gebäude- und Anlagenplanung

•       November 2020           


Vergabe der Ingenieurleistungen für die Gebäude-und Anlagenplanung

•       bis Juni/Juli 2021  

 

 

Ausschreibung und Vergabe an ausführende Firmen für die Gebäudeerstellung und damit die Bereitstellung für die Anlagenmontage in 2022

•       bis Juni/Juli 2021       

 

Ausschreibung und Vergabe an ausführende Firmen für die  Trinkwasserenthärtungsanlage

•       bis Juni/Juli 2021         

 

Ausschreibung und Vergabe an ausführende Firmen für die Reinwasserförderanlage

•       bis Ende 2021              Fertigstellung des Gebäudeteils

•       ab Januar 2022           

Einbau der technischen Anlagen

•       bis Herbst 2022           

Fertigstellung aller Gebäude und Anlagen, Probebetrieb

•       ab Herbst 2022

Inbetriebnahme der Trinkwasserenthärtungsanlage



Leistungen der zentralen Trinkwasserenthärtungsanlage

•       zentrale Wasserförderung aus den drei Tiefbrunnen
         in Eimsen/Leinewiesen

•       jährlicher Trinkwasserbedarf von ca. 1,3 Mio m3
         (durchschnittlich ca. 3.600 m3 pro Tag)

•       Absenken der Wassergesamthärte von 30,5° dH („hart“)
         auf ca. 13° dH („mittel“)

•       Enthärtungsverfahren: Ionenaustauschverfahren
         (Regeneration durch unschädliches Kohlenstoffdioxid;
         kein Einsatz von Salz)


Kosten

Voraussichtliche Gesamtkosten: 6,0 Mio. Euro; Ausschreibungen laufen derzeit noch


Finanzierung / Auswirkungen auf den Wasserpreis

Anheben des Wasserpreises um voraussichtlich 0,48 € (netto) in zwei Schritten (voraussichtlich jeweils zum 01.01.2022 und zum 01.01.2023)