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Zum Jahreswechsel...

23.12.2010

Blick auf Weihnachtsmarkt und Rathaus

Bürgermeister Bernd Beushausen

Der Jahreswechsel ist wahrscheinlich für jeden von uns Anlass, zurückzuschauen und das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen. Diese Beschäftigung mit dem, was war ist die notwendige Grundlage für die Planung der Zukunft. Und so nehme ich gern das ablaufende Jahr in den Focus. Gestatten Sie mir, dass ich dabei – natürlich – meine „Alfelder Brille“ aufsetze.

Selbstverständlich hat sich die weltweit schwierige wirtschaftliche Lage auch auf die Finanzen der Stadt Alfeld ausgewirkt. Anders als in guten wirtschaftlichen Zeiten hatten wir auch in 2010 keinen ausgeglichenen Haushalt. Dennoch hielte ich es für falsch, in solchen Zeiten quasi in Schockstarre zu verfallen und nichts mehr zu investieren. Nicht nur, das die Investitionen für die Blüte einer Stadt wichtig sind – auch gesamtwirtschaftlich wäre es natürlich absolutes Gift für unsere Wirtschaft – gerade auch für den Mittelstand – wenn die öffentliche Hand dringend erforderliche und zukunftsweisende Investitionen auf Eis legen würde. Und so haben wir verantwortungsvoll und mit Augenmaß notwendige und der Stadt wohltuende Projekte realisiert, geplant und auf den Weg gebracht.

Ein für unsere Stadt sehr wichtiger Punkt war und ist die Übernahme des Alfelder Krankenhauses durch die Ameos Gruppe. Dieser in enger Zusammenarbeit mit den Gremien des Landkreises und der Stadt Alfeld (Leine) vollzogener Eigentümerwechsel sichert nicht nur weit über 300 qualifizierte Arbeitsplätze, sondern auch eine hochwertige medizinische Versorgung in der gesamten Region.

Viele Alfelderinnen und Alfelder haben sicherlich in diesem Jahr das Freibad vermisst. Zumindest an den wenigen sehr heißen Wochen. In der darauf folgenden „Regenzeit“ war auch das Alfelder Hallenbad – das in diesem Jahr als Ersatz herhalten musste – gut besucht. Diese freibadlose Zeit geht nun zu Ende. Am 29. Dezember wird das neue „7 Berge Bad“ nach 18 Monaten Bauzeit der Öffentlichkeit übergeben. Alfeld ist mit diesem technisch und energetisch modernen, funktionalen Allwetterbad sehr gut für die nächsten Jahrzehnte aufgestellt. Wir sind in der Lage, das Dach des Bades je nach Witterung auf und zu zufahren. So können wir zukünftig schöne Tage und Sonnenschein in jeder Jahreszeit nutzen.

Mit dem „Projekt 2020“ hat der Alfelder Rat einstimmig beschlossen, in den nächsten Jahren die Kläranlage der Stadt in einer Kombination aus Sanierung und Neubau im Be¬stand zukunftsfähig zu machen. Die bis 2020 zu investierenden ca. 12 Millionen Euro sichern den Standort Alfeld auch im Bezug auf die Möglichkeit gewerblicher Neuansiedelungen.

Die Mittel aus dem Konjunkturpaketen 1 und 2 haben wir  in erster Linie für die energetische Sanierung von Schulen aufgewandt. Im Schulbereich haben wir in 2010 viele Gespräche mit Eltern und Lehrern geführt. Der demographische Wandel macht auch vor unserer Region nicht halt. So steht ein verantwortungsvoller Umgang mit der Frage des Erhalts oder der Zusammenlegung einzelner Schulstandorte auf unserer Agenda. Ich möchte mich an dieser Stelle recht herzlich bei allen Beteiligten für die konstruktiven und engagierten Gespräche und Anregungen bedanken. 

Sehr konstruktiv und weitblickend ist auch die Arbeit in der Region Leinebergland. Gemeinsam haben wir in den vergangenen Jahren schon viele Projekte in Angriff nehmen können. Mit dem weiteren Ausbau des Leine-Heide-Radweges in 2010 erschließen wir das schöne Leinebergland weiter für den Tourismus. Die positiven Effekte machen sich schon heute im Stadtbild bemerkbar - der Besuch unserer Stadt durch Radtouristen hat merklich zugenommen.

Aber auch im gesellschaftlichen und sozialen Bereich war 2010 für Alfeld ein gutes Jahr. Ob Frühlingsmarkt, Staffelmarathon, Stadtfest und die vielen Feste und Zusammenkünfte der Vereine und Verbände: wir hatten Glück mit dem Wetter und viel Spaß am Miteinander. Kleine Highlights in diesem Jahr waren das Fest zum 400jährigen Be¬stehen unserer Lateinschule (eines der schönsten Fachwerkhäuser Deutschlands – wenn mir diese Werbung gestattet ist) und die Veranstaltungsreihe „Oase Alfeld“ der Lenkungsgruppe „Ab in die Mitte“ in Kooperation mit dem Forum Alfeld Aktiv e.V.. Mehr als 150 Kubikmeter Sand und ein wunderbares Kulturprogramm machten unseren Marktplatz für 10 Tage zum Anlaufpunkt von vielen Menschen aus der gesamten Region.

Was wird uns 2011 bringen?

Für die „Süddörfer“ Röllinghausen, Föhrste, Wispenstein und Imsen hat in 2010 ein sehr ambitioniertes Dorferneuerungsprogramm begonnen, dieses wird im kommenden Jahr fortgeschrieben. Im Ort Föhrste beginnen wir mit dem Bau eines Regenwasserrückhaltebeckens für ca. 1. Mio. Euro und verbessern so den Hochwasserschutz für diesen Ort.

Gegen Ostern eröffnen wir in der Gabelsberger Straße eine neue Krippe und sowie den komplett renovierten Kindergarten und Hort. Dort entsteht zu Zeit eine Einrichtung, auf die wir mit Recht sehr Stolz sein werden können – dies ist ein Termin, auf den ich mich persönlich sehr freue. 

Ich weiß, dass viele Alfelderinnen und Alfelder schon jetzt beisammen sitzen und gemeinsam  Projekte und Veranstaltungen für das nächste Jahr planen. So wird es eine Neuauflage der größten Sport- und Freizeitveranstaltung der Region – AlfeldSports – geben. Im Gewerbegebiet „Limmer West“ werden die dort ansässigen Firmen ein großes Fest organisieren das mit einem Unterhaltungsprogramm und Information den Wirtschaftsstandort präsentieren wird. 

Das Fagus Werk feiert im nächsten Jahr sein 100tes Jubiläum – ein wunderbarer Anlass zum Feiern. Wir erhoffen uns zudem, dass das von Walter Gropius erbaute Werk – der erste Industriebau der Moderne – in den Rang eines Weltkulturerbes erhoben wird. Diese Würdigung wäre für die unglaublich engagierten Inhaber und Mitarbeiter der Firma, die Stadt Alfeld und für die Region ein sehr wichtiger Schritt.

Darüber hinaus wird das kommende Jahr sicherlich wieder viele Überraschungen für uns bereithalten. Viele Dinge, die wir gemeinsam anpacken und meistern werden. Das uns das gelingen wird, da bin ich mir ganz sicher. Schließlich hat auch 2010 bewiesen, dass die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Alfeld auch in schwierigen und manchmal kontroversen Situationen durch Ihr Engagement und Ihr Zusammengehörigkeitsgefühl unsere schöne Stadt lebens- und liebenswert erhalten. Hierfür bedanke ich mich als Bürgermeister vom ganzen Herzen. Ich wünsche uns allen ein ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr - begleitet durch Gottes Segen.

Bernd Beushausen
Bürgermeister