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Vortrag zum Thema Altersarmut

13.02.2019

Ina Lechel, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Alfeld , Elfie Teiwes und Jutta Eilert vom Seniorenbüro diskutieren das immer wieder aktuelle Thema Altersarmut; Foto: Meyfarth

Am Donnerstag, 28 Februar, um 19 Uhr referiert Ines Heine (Deutscher Land Frauenverband e. V.) , Equal-Pay-Beraterin aus Northeim, im Lehrsaal des DRKHauses in der Winzenburger Straße 7/8 zum Thema „Rentenfalle – Altersarmut = weiblich?“ Der Vortrag ist kostenfrei.

Alfeld (pbm). Frauen sind im Alter stärker von der Altersarmut bedroht als Männer. Sie verdienen im Schnitt weniger, nehmen Aus zeiten für die Kindererziehung oder die Pflege und steigen häufiger mit einem Teilzeitjob wieder in das Berufsleben ein.

Schnell wird aus der Entgeltlücke von heute die Rentenlücke von morgen. „Wir wollen Frauen das Thema Altersarmut stärker ins Bewusstsein rücken, sagt Ina Lechel, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Alfeld. Gemeinsam mit Jutta Eilert vom Seniorenbüro des DRK hat sie in Zusammenarbeit mit dem Frauenforum einen Vortrag zum Thema „Altersarmut“ organisiert.

Momentan stockten immer noch zahlreiche Rentnerinnen ihre Rente entweder mit Minijobs oder beim Sozialamt auf, weil sie unter dem Existenzminimum liegt, weiß Jutta Eilert. „Die Frauen haben oft eine große Lücke“, sagt Ina Lechel. Wenn sie

nach der Auszeit wegen Kindererziehung wieder in den Beruf einstiegen, hätten männliche Kollegen sie längst überholt. Und das wirke sich auch finanziell aus. Frauen profitierten so nicht im gleichen Maße von Lohnzuwächsen. Darüber hinaus treffe man häufig noch auf das traditionelle Zuverdienermodell mit dem vollzeitbeschäftigtem Mann und der teilzeitbeschäftigten Frau. Die Folgen für die Frauen sind gravierend: Oft bleiben sie in der Teilzeitfalle hängen, verschieben ihre

berufliche Karriere.

„Viele Frauen arbeiten nur Teilzeit oder im Niedriglohnsektor “, hat auch Ina Lechel beobachtet. Besonders betroffen seien Alleinerziehende und Geschiedene, wie die 70-Jährige frühere Bürokraft, die nach ihrer Scheidung in die Schuldenfalle tappte. „Ich muss knausern“, sagt sie. „Mit Freundinnen treffen? Das ist Luxus, das geht

eigentlich gar nicht.“

„Wir wollen mit der Veranstaltung gezielt auch jüngere Frauen ansprechen und das Bewusstsein für die Thematik schärfen “, sagt Ina Lechel . „Rechtzeitiges Informieren, Hintergrundwissen und Aufklärung sind wichtig“, sagte die Gleichstellungsbeauftragte.