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„Heimat ist Vielfalt“ am 17. und 18.Mai

05.05.2019

Stadt und Landkreis Hildesheim sind Gastgeber des Niedersachsentag des Niedersächsischen Heimatbunds. Geschnürt ist ein vielfältiges Programmangebot; u.a. gibt es auch eine öffentliche Diskussionsrunde zum Thema mit Ministerpräsident Stephan Weil.

 

Landkreis Hildesheim (lps). Bereits zum 100. Mal findet am 17. und 18. Mai der Niedersachsentag des Niedersächsischen Heimatbunds statt. Traditionell wird die Veranstaltung alljährlich in einer anderen Stadt ausgerichtet, in diesem Jahr sind Stadt und Landkreis Hildesheim Gastgeber. Im Jahr der Europa-Wahl steht der Niedersachsentag unter dem Thema „Heimat ist Vielfalt“ – was sich dahinter verbirgt, können Interessierte bei zwei öffentlichen Veranstaltungen erfahren. 

Mitdiskutieren ist ausdrücklich erwünscht bei der öffentlichen Fachtagung am 17. Mai ab 14.30 Uhr im Roemer- und Pelizaeus-Museum (keine Anmeldung erforderlich). „Heimat“ ist zu einer der großen Fragen der Zeit geworden. Die globalisierte Welt mit ihren Wanderungsbewegungen von Millionen von Menschen scheint unübersichtlich zu sein und produziert Unsicherheiten – auch bei uns. Bei der Tagung wird der niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur Björn Thümler erste Gedanken zum Thema „Heimat Niedersachsen“ formulieren. Der Vortrag des bekannten Journalisten der Süddeutschen Zeitung Heribert Prantl verspricht wichtige Impulse für die Podiumsdiskussion. Prantl hat sich immer wieder publizistisch intensiv mit Heimat, Flucht und Asyl auseinandergesetzt. In der anschließenden Diskussionsrunde werden dann erfahrene „Heimatmacher“ aus Theorie und Praxis über die Aktualität von Heimat in der weltoffenen Gesellschaft sprechen und die Zuhörer einbeziehen. 

Höhepunkt des Niedersachsentags ist die öffentliche Festversammlung am Sonnabend, 18. Mai, von 11 bis 13 Uhr in der Hildesheimer Kirche St. Michaelis. Im Vorfeld findet von 10 bis 10.30 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst mit Bischof Dr. Heiner Wilmer und Landessuperintendentin Dr. Petra Bahr statt. Im Zentrum der Versammlung steht die Übergabe der ROTEN und WEISSEN MAPPE 2019 vom Präsidenten des NHB, Professor Dr. Hansjörg Küster, und dem Ministerpräsidenten des Landes Niedersachsen Stephan Weil. Die ROTE MAPPE ist seit 1960 der Jahresbericht zur Situation der Heimatpflege in Niedersachsen. Sie fasst Kri- tik, Lob und Fragen zum Zustand der Heimatpflege in Niedersachsen zusammen. Das Konzept der ROTEN MAPPE ist in Deutschland einmalig und ein wichtiges Kommunikationsmittel zwischen Heimatpflege und Landesregierung. Seit 1977 erfolgt die Stellungnahme der Landesregierung zu den Fragen der ROTEN MAP- PE in der WEISSEN MAPPE. Begleitet wird die Festversammlung von Musikerinnen und Musikern des Center for World Music der Uni- versität Hildesheim. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. 

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