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Golden Youth Club kommt nach Alfeld

28.09.2011

Eine Veranstaltung der ganz besonderen Art findet am 13. Oktober in der Kurt-Schwerdtfeger-Aula in Alfeld statt. Um 19.00 treten 12 junge Tänzerinnen und Tänzer aus Südafrika auf und zeigen traditionelle afrikanische Tänze.

Jedes Jahr zieht die Kinderkulturkarawane der UNESCO durch das Deutschland. Kinder und Jugendliche aus vielen Teilen der Welt singen, spielen und tanzen gemeinsam mit ihren deutschen Altersgenossen und bringen Ihnen so die Kultur, das Leben, aber auch Probleme und Situation ihres Heimatlandes nahe. So auch am 12. und 13.Oktober in Alfeld.
 
In Zusammenarbeit von Jugendpflege und Stadtjugendring Alfeld e.V., der Volkshochschule Hildesheim, mit der Schulrat-Habermalz-Schule, dem Gymnasium Alfeld und der Carl-Benscheidt-Schule wurde ein Besuchsprogramm ausgearbeitet, das sich wie folgt gestaltet: Am 12.10. wird der Youth Club um 11.30 Uhr vor Schülerinnen und Schülern aller drei Schulformen auftreten, um dann um 13.45 Uhr mit den selben in einem Workshop zum Thema „Tanzen und Trommeln“ zu arbeiten. Im Anschluss werden die südafrikanischen Jugendlichen Zeit haben Alfeld näher kennenzulernen. Am nächsten Morgen werden sie im Alfelder Rathaus empfangen und haben dann einen freien Vor- und Nachmittag der von der Jugendpflege der Stadt nach Wunsch gestaltet wird. Am Abend werden die jungen Musiker und Tänzer dann eine große Vorstellung in der Kurt-Schwerdtfeger Aula der Volkshochschule geben.
 
Der „Golden Youth Club" besteht heute aus über 100 Kindern und Jugendlichen zwischen 6 und 25 Jahren aus sozial benachteiligten Familien. Sie wollen Ihr Leben selbst in die Hand nehmen und dabei vor allem ihre vorhandenen Talente nutzen und ihre Persönlichkeit und Fähigkeiten weiter entwickeln. Dabei wollen sie sich nicht nur mit sich selbst beschäftigen, sondern auch Verantwortung für die Gemeinschaft übernehmen. Mit Theater, Tanz und Musik wollen sie ihre Erkenntnisse und Informationen zu Themen wie AIDS/HIV, Drogen und Missbrauch in die Gesellschaft tragen.

Die Jugendlichen nehmen an Choreographie-Workshops und Tanzunterricht teil, besuchen Gruppenleiter-Kurse, machen bei Workshops zum Thema HIV/AIDS mit und verbessern so kontinuierlich ihre Fähigkeiten und ihre Kenntnisse. Im Rahmen des Peer-Leader-Programms gibt es im Golden Youth Club Gruppen, die sich im politischen Umfeld betätigen, andere befassen sich mit Umweltschutz, eine weitere Gruppe ist im weltweiten „Love Life Programm“ zur Aids-Prävention aktiv.

Die Auftritte der Gruppe in Deutschland helfen dabei, die Arbeit vor Ort in Südafrika finanziell zu unterstützen.

Der Aufenthalt in Alfeld wird gefördert von der Jugendpflege Alfeld, den beteiligten Schulen, dem Kreisjugendring Hildesheim, dem Landkreis Hildesheim, dem Stadtjugendring Alfeld e.V. und von der Bürgerstiftung Alfeld (Leine).

Karten gibt es im BürgerAmt der Stadt Alfeld (Leine). Sie kosten 4,- Euro für Jugendliche und 7,- Euro für Erwachsene. Die Veranstalter empfehlen, sich möglichst frühzeitig eine der raren Karten zu sichern. Informationen zur Veranstaltung erteilt Winfried Wegener unter 05181 1318.

Zu sehen sein werden:

Das Programm
RAINBOW NATION
Das Programm stellt Tänze und Lieder aus ganz Südafrika vor und spiegelt so die Vielfalt der Kulturen wieder. Die Gruppe will mit dem Programm Gemeinschaft, Zusammengehörigkeit, Lebensfreude und den Willen zur Veränderung in Südafrika auf der Bühne zeigen.
Die künstlerische und musikalische Qualität des Programms ist überwältigend und wurde in Südafrika schon mit verschiedensten Preisen und Anerkennungen bedacht.
Eröffnet wird das Programm mit dem AFRO FUSION DANCE, einem von der Gruppe entwickelten Tanz, der die Facetten der kulturellen Vielfalt Südafrikas zeigt.
 
TSWANA DANCE
Die Batswana stammen aus der Nord-West-Provinz und gelten als die freundlichste Volksgruppe im Land. In ihren Tänzen stellen sie die Beziehungen zwischen Män-nern und Frauen ebenso dar wie verschiedene Tiere, die für die Barswana auch zur „Rainbow Nation“ dazu gehören.
 
SEPEDI DANCE
Die Sepedi gehören zu den „lauten“ Volksgruppen in Südafrika, Mit diesem Tanz bit-ten die Sepedi um Regen. Begleitet wird der Tanz von der Dinaka, einer Flöte aus Tierhorn.
 
KWAITO V/S GUMBOOTS
“Kwaito“ ist der Tanz der heutigen Jugend. Überall wo Jugendliche zusammen sind und feiern, wird „Kwaito“ getanzt. Die Jungen zeigen hier den traditionellen „Gumboot -Dance“ der Minenarbeiter, und so begegnen sich in diesem Tanz die unterschied-lichen Generationen der „Regenbogennation“.
 
MZANSI ZULU DANCE
Die Zulu gehören in Südafrika zu den stärksten. In allen Tänzen zeigt sich eine unge-heure Energie – egal ob es Freudentänze sind oder Tänze zu traurigen Anlässen. Der MZANSI wird vor allem bei Geburten und zu Hochzeiten getanzt.
 
SESWATI DANCE
Für die AmaSwati ist die Jungfernschaft der Mädchen ein hohes gut, weil sie so ge-gen HIV/AIDS und Teenager-Schwangerschaften geschützt sind. Der Tanz zeigt, wie stolz die AmaSwati auf ihre Kultur sind. Er wird einmal im Jahr getanzt, wenn alle zu-sammenkommen und der König sich eine neue Frau sucht.
 
NDEBELE DANCE
Die Ndebele sind eine Volksgruppe, die ungemein viel mit Farben arbeitet und so ihre Gefühle ausdrücken. So ist auch der gezeigte Tanz ein Ausdruck intensiver Gefühle.
 
UMZINGILI DANCE ( ZULU)
Dieser Kriegstanz der Zulu wird mit Stöcken und Schilden getanzt. Er beschließt das Programm und drückt aus, dass die Rainbow-Nation die Gewalt überwunden hat.
 
Mi. 12.10.
Alfeld, Aufführung, 11.30 Uhr, Gymnasium Alfeld, Antonianger 22c (Schulveranstaltung)
Alfeld, Workshop, 13.45 Uhr, Gymnasium Alfeld, Antonianger 22c (Schulveranstaltung)
 
Do. 13.10.
Alfeld, Aufführung, 19.00 Uhr, Aula der VHS Alfeld, Antonianger 6 (öffentliche Veranstaltung)
 
 
Das Projekt
Der „Golden Youth Club" wurde 2001 in den ärmeren Vierteln von Winterveldt (bei Pretoria) von Johanna Mahlangu gegründet. Inzwischen gibt es auch Gruppen in Madidi, Itsuseng, Hamanskraal und Gemsbockspruit. Das Projekt ist somit in den Provinzen Gauteng, North West und Mpumalanga vertreten.

Der „Golden Youth Club" besteht heute über 100 Kindern und Jugendlichen zwischen 6 und 25 Jahren aus sozial benachteiligten Familien. Sie wollen Ihr Leben selbst in die Hand nehmen und dabei vor allem ihre vorhandenen Talente nutzen und ihre Persönlichkeit und Fähigkeiten weiter entwickeln. Dabei wollen sie sich nicht nur mit sich selbst beschäftigen, sondern auch Verantwortung für die Gemeinschaft übernehmen. Mit Theater, Tanz und Musik wollen sie ihre Erkenntnisse und Informationen zu Themen wie AIDS/HIV, Drogen und Missbrauch in die Gesellschaft tragen.

Die Jugendlichen nehmen an Choreographie-Workshops und Tanzunterricht teil, besuchen Gruppenleiter-Kurse, machen bei Workshops zum Thema HIV/AIDS mit und verbessern so kontinuierlich ihre Fähigkeiten und ihre Kenntnisse.
Seit zwei Jahren ist der Golden Youth Club zudem im Netzwerk „Peer Leader International“ aktiv und arbeitet hierzu auch eng mit verschiedenen umliegenden Schulen zusammen. Im Rahmen des Peer-Leader-Programms gibt es im Golden Youth Club Gruppen, die sich im politischen Umfeld betätigen, andere befassen isch mit Umweltschutz, eine weitere Gruppe ist im weltweiten „Love Life Programm“ zur Aids-Prävention aktiv.

Durch die Siedlungsprogramme der südafrikanischen Regierung ist das ursprüngliche Zentrum des Golden Youth Club bedroht. Zur Zeit wird fieberhaft an einem neuen Zentrum mit Hostel für vor allem jugendliche Besucher geplant und gearbeitet. Ein Grundstück gibt es, erste Baupläne ebenfalls.

Mit seiner kulturellen Arbeit will der Golden Youth Club die Vielfalt der Kulturen in Südafrika aufzeigen. Die unterschiedlichen Sprachen, Bräuche, Kleidungsformen, Ernährungsweisen und auch die Religionen und Bräuche anderer Völker in Südafrika kennen zu lernen, soll vor allem jungen SüdafrikanerInnen das Bewusstsein für ihr kulturelles Erbe stärken. In den letzten Jahren ist der Golden Youth Club für seine künstlerische Arbeit bei vielen Wettbewerben ausgezeichnet worden.