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Forschungsreise in die Region

06.03.2020

Das Netzwerk Kultur & Heimat holt mit dem Projektbüro Hi2025 zehn internationale Experten nach Hildesheim. Im „Province Lab“ soll erforscht werden, auf welchen Wegen sich die Region Hildesheim zur Kulturregion entwickeln kann. Hildesheim will mehr als die Kulturhauptstadt Europas 2025 werden. Die Bewerbung „Rüben, Rosen und der Sinn des Lebens“, die es im Dezember 2019 auf die Shortlist geschafft hat, bezieht die gesamte Region mit ein. Eine Kulturregion soll entwickelt werden. Aber wie? Um einfallsreiche Antworten zu finden, kommen vom 10. bis 14. März Experten aus zehn EU-Ländern in einem „Province Lab“ des Netzwerks Kultur & Heimat zusammen.

Die Provinz als Forschungslabor : Im „Province Lab“ geht es darum, welche Erfahrungen verschiedene Akteure mit Arbeit, Leben und Kultur in der Peripherie gemacht haben. „Wir wollen erforschen, wie die Provinz in den unterschiedlichsten Winkeln der Welt aussieht und wie sie das kulturelle Leben beeinflusst“, sagt Sabine Zimmermann, Geschäftsführerin des Netzwerks Kultur & Heimat. „Deshalb stoßen wir einen alltagsnahen Austausch an“, ergänzt Thomas Harling, Leiter des Projektbüros Hi2025. „Wir bringen Experten aus ländlichen Regionen Europas mit Bewohnern des Landkreises Hildesheim zusammen. Gemeinsam erforschen sie, welche Chancen und Herausforderungen ein Leben abseits der großen Städte bietet.“ 

Dörfer beackern mit Kunst und Kultur 

Die internationalen Gäste stammen aus ganz unterschiedlichen Bereichen – etwa Philosophie, Landwirtschaft oder den freien Künsten. Sie werden mit ausgesuchten Partnern aus der Region Hildesheim zusammenkommen, um drei Tage lang gemeinsam jeweils an einer bestimmten Herausforderung zu arbeiten. So wird die schottische Lokalaktivistin Christine Sell mit Dorfbewohnern in Freden untersuchen, wie sich mit Kunst und Kultur Dörfer beleben und Leerstände auflösen lassen. Und Igor F. Petković – Philosoph, Künstler und Kulturwissenschaftler aus Graz – wird im Holler Ortsteil Henneckenrode gemeinsam mit der Ortsbeauftragten Petra Senholdt Pläne aushecken, um mit künstlerischen Interventionen auf dem flachen Land eingetretene Pfade umzupflügen. 

Öffentliche Veranstaltungen 

Vier Veranstaltungen des „Province Lab“ sind öffentlich und laden alle Interessierten ein, zu lauschen, sich auszutauschen und mitzudenken. 


Ein Parforce-Ritt durch die Provinz 

Am Dienstag, 10. März um 19 Uhr werden die zehn, internationalen Experten im Hildesheimer Ratskeller, Am Markt 1, in unterhaltsamen Pecha-Kucha-Vorträgen ihren Blick auf das Europäische Hinterland schildern. 20 Fotos, 400 Sekunden. Zehn Parforce-Ritte durch die europäische Provinz. Der Eintritt ist frei. 

Forschungsreise durch die Region 

Am Mittwoch, 11. März von 11 bis 17 Uhr organisiert das Netzwerk Kultur & Heimat eine Busrundfahrt durch die Region Hildesheim. Während der Fahrt gibt es zwanglose Möglichkeiten, sich auszutauschen, zu vernetzen und die Landschaft zu genießen. Die Teilnahme kostet 25 Euro pro Person (inklusive Mittagessen und Kaffee und Kuchen). Startpunkt wird nach Anmeldung bekannt gegeben. Verbindliche Anmeldung unter info@kein-spam!!!netzwerk-kultur-heimat.de


Runder Tisch Kultur 

Am Mittwoch, 11. März um 19 Uhr findet der Runde Tisch Kultur im Roemer- und Pelizaeus- Museum statt. Regionale Kulturschaffende und -interessierte sind eingeladen, sich mit den internationalen Gästen auszutauschen. Der Eintritt ist frei. 


Ergebnisse! 

Am Samstag, 14. März von 17 bis 20 Uhr werden die Ergebnisse des „Province Labs“ im Hildesheimer Ratskeller vorgestellt und in offenen Runden diskutiert. Der Eintritt ist frei. 


Herzlichen Dank an die EVI Energieversorgung Hildesheim, die das „Province Lab“ als Hauptsponsor unterstützt.