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Gleichstellungsbeauftragte der 
Stadt Alfeld (Leine)

Ina Lechel

Perkstr. 29 
31061 Alfeld (Leine)

Telefon: 05181 703-204
Fax: 05181 703-8204

Nein zu Gewalt an Frauen - ein Gedenktag

Der Gedenktag wird in jedem Jahr am 25. November weltweit begangen.

Er geht zurück auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal, die am 25. November 1960 in der Dominikanischen Republik vom militärischen Geheimdienst nach monatelanger Folter getötet wurden. Sie waren im Untergrund tätig und hatten sich an Aktivitäten gegen den tyrannischen Diktator Trujillo beteiligt.

Der Mut der Mirabal-Schwestern bei ihrem Kampf gegen den Tyrannen gilt inzwischen als Symbol für Frauen weltweit, die nötige Kraft für das Eintreten gegen jegliches Unrecht zu entwickeln.  Seit zehn Jahren werden auf Initiative der Frauenrechtsorganisation „Terre des femmes“ an diesem Tag die Fahnen „Frei leben – ohne Gewalt“ als Signal und Appell gegen die weltweite und alltägliche Gewalt an Frauen gehisst. 

Am Internationalen Tag „Nein zu Gewalt an Frauen“, dem 25. November, wird im gesamten Landkreis Hildesheim mit Aktivitäten über diese Form der Menschenrechtsverletzung informiert. 

Gewalt gegen Frauen kommt nicht in die Tüte

Die Aktion „Gewalt gegen Frauen kommt nicht in die Tüte“ wird seit mehreren Jahren im Landkreis Hildesheim durchgeführt.

Das Thema Gewalt ist auch in Alfeld und Umgebung in vielen Familien gegenwärtig. Die Mehrzahl der Fälle ereignet sich allerdings unbemerkt von der Öffentlichkeit, wird aber von anderen Familienangehörigen, Nachbarn, Freunden wahrgenommen.

Bereits zum fünften Mal findet rund um den 25. November, dem Internationalen Gedenktag "NEIN zu Gewalt an Frauen!" in Stadt und Landkreis Hildesheim eine Brötchentütenaktion statt. Wie in den Vorjahren haben sich Beratungsstellen und Unterstützerinnen zu einem Aktionsbündnis zusammengefunden um gemeinsam ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen.

Die Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Hildesheim werden in diesem Jahr erneut ca 100 Bäckereien und Lebensmittelläden dafür gewinnen können, sich mit dem Anliegen zu solidarisieren. So werden am 25. November die Kundinnen und Kunden in vielen Läden ihre Backwaren in Brötchentüten erhalten, auf denen mit dem Slogan „Gewalt gegen Frauen kommt nicht in die Tüte“ für das wichtige Thema sensibilisiert werden soll. „Mit den Brötchentüten kommt die Information zum bestehenden Hilfeangebot in der Region Hildesheim dort an, wo Gewalt am häufigsten vorkommt – im häuslichen Nahbereich.

Gewalt gegen Frauen ist kein Tabuthema mehr.
Seit Inkrafttreten des Gewaltschutzgesetzes 2001 ist sie als Straftat definiert und wird von der Polizei und den Gerichten also solche verfolgt. Dennoch sind die eigenen vier Wände für viele Frauen und ihre Kinder kein Ort der Geborgenheit und Sicherheit, sondern der Ort, an dem sie Demütigung und lebensgefährliche Bedrohung erleben. Gewalt gegen Frauen ist kein Problem solzialer Brennpunkte, sondern findet in allen sozialen, ethnischen Bildungs- und Altersschichten statt.“ 

Die Beratungs- und Interventionsstelle bei häuslicher Gewalt (BISS Stelle) hat in diesem Jahr bisher ca. 665 Mitteilungen der Polizei über Einsätze wegen häuslicher Gewalt im Landkreis Hildesheim zu häuslicher Gewalt bekommen und ist tätig geworden. Traurige Gewissheit ist, dass die Dunkelziffer wesentlich höher liegt.

Zum Aktionsbündnis 2011 gehörten: Frauenhaus Hildesheim e. V., Beratungs- und Interventionsstelle bei häuslicher Gewalt –BISS-, Wildrose - Beratungsstelle gegen sexuelle Gewalt e. V., Frauenberatungsstelle Sozialdienst katholischer Frauen (SkF), Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge in Niedersachsen, Internationaler Frauentreff im Asyl e. V., Arbeitskreis Grüne Frauenpolitik, Brigitte Pothmer, MdB BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN, Gleichstellungsstelle Landkreis Hildesheim, Kommunale Gleichstellungsbeauftragte im Landkreis Hildesheim, HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst, Gleichstellungsbeauftragte Stadt Hildesheim, Präventionsrat Hildesheim, AG Opferschutz, Opferhilfebüro Hildesheim, Polizeiinspektion Hildesheim

Das anliegende Foto zeigt die Gleichstellungsbeauftragten im LK Hildesheim anlässlich einer Konferenz zum Thema am 16.11.2010 in Sarstedt 

Stichworte:

Wer schlägt muss gehen (Flyer des Niedersächsisches Ministeriums für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit)

Häusliche Gewalt (Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit)

Informationsblatt in türkischer und deutscher Sprache

In kurdischer und deutscher Sprache

In arabischer und deutscher Sprache   

(s. gleichstellung aurich Themenbereiche)