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Süddörfer im Dorferneuerungsprogramm

01.12.2010

Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung hat die Ortsteile Föhrste, Imsen, Röllinghausen und Wispenstein als Gruppendorf in das Dorferneuerungsprogramm aufgenommen.

Das grundsätzliche Ziel der Dorferneuerungsprogramme ist die Erhaltung und Verbesserung der Lebensqualität im ländlichen Raum. Sowohl private als auch öffentliche Antragsteller können Fördermittel beantragen. Diese werden seitens der Behörde für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften Hannover (GLL Hannover) bewilligt. Die zuständige Dienststelle ist dort das Amt für Landentwicklung Hannover, die fachliche Betreuung und Beratung der Antragsteller erfolgt seitens der Stadt Alfeld (Leine) durch das Planungsamt. Ansprechpartnerin ist Frau Ina Mäkeler unter der Telefonnummer 05181-703-150 und maekeler@kein-spam!!!stadt-alfeld.de.

Reichlich Erfahrung konnte in der Vergangenheit z.B. bei der Dorferneuerung im Ortsteil Sack gewonnen werden. Auch hier hat zwischen der GLL Hannover und der Stadt Alfeld (Leine) eine intensive Zusammenarbeit stattgefunden. In Sack wurden als öffentliche Maßnahme der Spielplatz neu gestaltet sowie die Sackwaldstraße (Seitenräume), der Hopfenberg und der Solbrink mit dorfbildgerechten Materialien ausgebaut. Insgesamt sind 150.000 € an 20 private Maßnahmen geflossen, welche jeweils 30% der zuwendungsfähigen Kosten erhielten. Das heißt also, das auf 7 Euro eigenes Kapital 3,- Euro öffentliche Gelder Zuschuss gezahlt wurden – für jeden Hausbesitzer eine ausgesprochen interessante Förderquote.

Ein Beispiel für geförderte private Maßnahmen

Das Haus der Familie Piel in Sack wurde im Rahmen der Dorferneuerung in seinen ursprünglichen Zustand versetzt. Unter Beteiligung des Denkmalschutzes wurde so eine komplette Fassaden-, Fenster- und Fachwerksanierung durchgeführt. „Wir haben in der Zusammenarbeit mit dem Planungsamt der Stadt Alfeld, der GLL und dem Planungsbüro gute Erfahrungen gemacht,“ sind sich Henning und Ina Piel einig. „Die Umsetzung dieses Projektes war für uns ein wichtiger Schritt zum Erhalt unseres Elternhauses. Für uns war es immer ein Wunsch, unser Haus in einem guten Zustand der nächsten Generation zu übergeben.“ Mit viel Engagement und Eigenleistung, eigenem Kapital und den Mitteln aus der Dorferneuerung nennen die Piel nun einen liebevoll restaurierten Gebäudekomplex ihr Eigen, welcher das Ortsbild merklich aufwertet.

Was wird gefördert?


Gefördert werden können Investitionen, die ortsbildprägende Gebäude langfristig erhalten. Besondere Bedeutung haben Erhalt und Gestaltung von land- und forstwirtschaftlich genutzten Gebäuden. Dabei müssen die verwendeten Baumaterialien dem Dorfbild entsprechen. In Sack wurden z.B. vorrangig Dach- und Fassadensanierungen gefördert. Förderfähig sind jedoch auch Pflanzmaßnahmen. Grundlage für jede Bewilligung ist die „Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur integrierten ländlichen Entwicklung“ (ZILE). Im Internet ist sie auf der Homepage des ML unter diesem Link abrufbar. Hier finden sich auch allgemeine Hinweise zu Ziel und Zweck der Dorferneuerung.