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Patienten-Akademie: Neue Gelenke

01.02.2012

Modell eines künstlichen Gelenks

René Radtke, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie am AMEOS Klinikum Alfeld

Dr. Jörg Grünheid, Orthopäde und Chirotherapeut im Ärztehaus

„Hüft- und Knie-Operationen – Lebensqualität nach endoprothetischem Gelenkersatz“ – so ist der erste Themenabend der Patienten-Akademie Alfeld überschrieben. René Radtke als Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie am AMEOS Klinikum Alfeld und Dr. Jörg Grünheid, Orthopäde und Chirotherapeut im angrenzenden Ärztehaus, werden am 8.2.2011 über Behandlungsmöglichkeiten und Auswirkungen berichten.

Mehr Lebensqualität durch neue Gelenke - Patienten-Akademie Alfeld startet mit Vortragsreihe

Das Thema Gelenkersatz wird immer wichtiger: Die Zahl der über 65-Jährigen wird von derzeit 20 Prozent auf 29 Prozent im Jahr 2030 steigen. Und in einer älter werdende Bevölkerung wird Osteoporose, die Abnahme der Knochendichte, eine zunehmende Erkrankung. Gleichzeitig steigt der Wunsch der Menschen nach Mobilität.

Aktuell gibt es in Deutschland jährlich rund 220.000 gelenkersetzende Operationen an der Hüfte und 120.000 am Knie. Sie sind sinnvoll, wenn die Patienten in einem schleichenden Prozess mehr und mehr leiden. Zunehmende Bewegungseinschränkungen und ständige Schmerzen verschlechtern die Lebensqualität. Sport treiben wird unmöglich, was wiederum zu anderen gesundheitlich Problemen führt.

Im Mittelpunkt der Vorträge soll die Erkenntnis stehen, dass sich die Situation verbessern lässt, dass Bewegungen wieder schmerzfrei möglich werden können. Bereits operierte Menschen wissen aber auch: eine Operation reicht nicht, man muss selbst aktiv werden.

Mit stoßfreien Sportarten wie Schwimmen und natürlich auch Krankengymnastik sollte man unter Anleitung möglichst bald nach einer OP beginnen. Aber nicht alle Bewegungsabläufe sind gleichermaßen geeignet. Die Alfelder Mediziner sprechen mit ihren Patienten individuell ein Programm ab. „Viel bewegen, wenig belasten“ lautet ein Grundsatz für Operierte.

Übrigens: Beim generellen Risiko, dass sich die Implantate lockern, sind die Sporttreibenden deutlich weniger betroffen. Das hängt mit der Anregung des Knochenstoffwechsels zusammen. Unter Anleitung lassen sich so Mobilität, Lebensqualität, die Teilnahme am Arbeits-, Alltags- oder Freizeitleben und nicht zuletzt das Selbstwertgefühl zurückgewinnen.                     

Informationen:
Mittwoch, 8. Februar 2012, 18 Uhr, Personalcafeteria
AMEOS Klinikum Alfeld
Landrat-Beushausen-Straße 26
31061 Alfeld

Die Patienten-Akademie Alfeld ist ein Gemeinschaftsprojekt des AMEOS Klinikums Alfeld und dem Verein der Freunde und Förderer des Alfelder Krankenhauses e.