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Allwetterbad

Das Allwetterbad berücksichtigt alle Nutzergruppen. Die einzelnen Becken befinden sich in unterschiedlichen Hallenabschnitten. Gesundheits-, Fitness- oder Lernkurse können ungestört im Lehrschwimmbecken erfolgen.
Für Spiel und Aktion ist im familienfreundlichen Nichtschwimmerbecken gesorgt. Aber auch das Schwimmen kommt in diesem Hallenbereich nicht zu kurz.

Lösung - warum das Allwetterbad? (Stand: 2008)

Das Allwetterbad ist geeignet, alle Nutzergruppen zu berücksichtigen. Es bietet freie und überdachte Bade- und Schwimmflächen ganzjährig an. Beim vorgelegten Vor-Entwurf der Variante 2 des Allwetterbades sind die Hallenbereiche und das Außengelände optimal belichtet und besonnt. Der gesunde Baumbestand wird gesichert. Durch die Sicherung und Einbeziehung der prägenden Hochbauten des Freibades bleiben diese erhalten. Der Neubau nimmt die alte Beckenstruktur auf und entwickelt sie weiter. Die Option auf einen zeitgemäßen Saunabereich bleibt erhalten.

Unsere beiden Bäder bieten heute vergleichsweise viel Wasserfläche im Sommer und wenig im Herbst/Winter/Frühjahr an. Dabei umfasst die immer unbeständiger werdende "Sommersaison" nur 4 Monate. Dieses Missverhältnis wird durch das Allwetterbad verändert. Die durchschnittlich täglich angebotene Wasserfläche pro m2 und Jahr bleibt nahezu identisch, aber in der überwiegenden Zeit des Jahres - der 8-monatigen Herbst-, Winter- und Frühjahrssaison - verdoppelt sich die angebotene Wasserfläche annähernd.

Durch den ganzjährigen Schwimm- und Badebetrieb kann allen Nutzern entsprochen werden. Die dafür erforderlichen Becken werden vorgehalten: Schwimmer-, Nichtschwimmer-, Lehrschwimm- und Klein-/Kleinstkindbecken. Ob Kitas, Schulen, Vereine, Kinder, Jugendliche, Familien, ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen, Früh-, Spät-, Gesundheits- und Gelegenheitsschwimmer: für jede Nutzergruppe wird ganzjährig ein Angebot zum Schwimmen und zum Baden vorgehalten - im Gegensatz zur heutigen Situation.

Der Verlust des 50m-Schwimmerbeckens erscheint in einer Gesamtschau vertretbar, weil hier für eine spezielle Nutzergruppe verhältnismäßig viel Wasserfläche vorgehalten wird, die im laufenden Betrieb zu relativ hohen Kosten führt. Die Schwimmvereine als Vertreter des Schwimmsports haben sich mit dem Wegfall des 50-Meter Beckens einverstanden erklärt. Ihnen reicht ein 25m-Becken aus, das sie nunmehr das ganze Jahr nutzen können. Durch die Möglichkeit, die gläsernen Seitenwände zu öffnen, erhält dieser Hallenbereich Anklänge eines Freibeckens. Durch das auffahrbare Dach über dem familiengerechten Nichtschwimmerbecken wird versucht, für die Nutzer des 50m-Beckens einen Ausgleich zu schaffen. Dieses Becken ist bewusst auf 25m ausgelegt und bietet drei Schwimmbahnen an. Hier kann die Freibadsaison bei entsprechendem Wetter bereits im April begonnen und bis Oktober verlängert werden. Weht der Wind noch zu "frisch", bleiben die Glaswände stehen und nur das Dach wird aufgefahren.

Die einzelnen Becken befinden sich in unterschiedlichen Hallenabschnitten. Gesundheits-, Fitness- oder Lernkurse können ungestört im Lehrschwimmbecken erfolgen. Schwimmwettkämpfe führen nicht mehr zum Schließen des gesamten Bades. Insgesamt stehen zum Schwimmen 8 Bahnen in zwei Becken zur Verfügung. Während morgens und an den Vormittagen im familiengerechten Nichtschwimmerbecken geschwommen werden kann, werden nach dem Mittag die Kinder dieses Becken erobern.

Das gesamte Allwetterbad ist nicht großzügig bemessen. Das Raum- und Beckenprogramm ist optimiert und nicht weiter reduzierbar, ohne einzelne Nutzergruppen auszuschließen. Die Nutzungsansprüche überschneiden sich und müssen im Betrieb zu einem fairen Ausgleich geführt werden. Diese Einschränkung erscheint vertretbar, um die Kosten der Gesamtinvestition möglichst gering zu halten. Die Nutzungsansprüche und Kosten stehen in einem ausgewogenen Verhältnis.