
Die hier vorgestellte Strecke ist ein Auszug aus dem Streckenverlauf des Leine-Radfernweges. Weitere Informationen erhalten Sie im Bürgeramt am Marktplatz, Tel. 05181/703-111 oder unter der E-Mail-Adresse buergeramt@stadt-alfeld.de.
Marktplatz 12
31061 Alfeld
Telefon: 05181 19433
Fax: 05181 703-239
info@stadt-alfeld.de
Am „Aschenstein“ im Höhenzug Selter westlich der Leine wurde im Jahre 1961 eine Station von Eiszeitjägern aus der letzten Eiszeit (20.000-15.000 v. Chr.) vom Alfelder Heimatpfleger Wilhelm Barner freigelegt.
Nicht zu Unrecht heißt dieses Teilstück das "Leinebergland". Huber, Selter und Külf auf der westlichen, Helleberg, Sackwald und die Sieben Berge auf der östlichen Seite begleiten die Leine zwischen Einbeck, Kreiensen, Freden, Alfeld und Banteln. Über Wispenstein (frühere Wasserburg), Föhrste, Röllinghausen erreicht man Alfeld.
Die neugestaltete, freundliche Innenstadt öffnet sich dem Betrachter, insbesondere im Bereich des Rathauses und der Fußgängerzone. Die Route führt um den Stadtkern über den Südwall rechts herum; die Innenstadt ist geradeaus über die Leinstraße zu erreichen.
Alfeld weist als Industriestadt bedeutende Betriebe auf, darunter auch eine von Walter Gropius erstmals neu geschaffene Industriearchitektur (1911 - 1918), die heute als Beispiel moderner Architektur schlechthin gilt (Faguswerke, Göttinger Straße). Eine ständige Ausstellung erläutert die architekturhistorische Bedeutung dieses Baues.
In der Innenstadt wird der großflächige Marktplatz von der Weserrenaissance-Fassade des Rathauses begrenzt. Der Bau aus dem 14. Jahrhundert wurde 1584-86 mit einem dritten Geschoss und mit dem markanten Treppenturm versehen. Hinter dem Rathaus ist die sechsjochige, dreischiffige gotische Hallenkirche St. Nicolai. Nicht weit davon entfernt steht das 1610 mit reicher Ornamentik versehene errichtete Fachwerkgebäude der Lateinschule (Heimat- und Tiermuseum); die Bürgerschänke von 1556 und das Planetenhaus von 1612 gehören zu den ältesten Häusern der Stadt, die auf vorgeschichtlichem Siedlungsboden stehen. Die kleine Fachwerkkappelle neben der Lateinschule stammt von 1668.
Zu Alfeld gehört der westlich der Leine gelegene Ort Brunkensen, zu erreichen über den Rettberg (ca. 6 km). Die Lippoldshöhle (schon in der Topographie Braunschweig - Lüneburg 1654 beschrieben) diente als Befestigungsanlage zur Sperrung des Glene-Passes und für räuberische Überfälle. Die Sage vom Räuber Lippold von Rössing, der wie vor vielen hundert Jahren sein Felsverlies angelegt hatte, entstand hier. Er starb von Henkershand, nachdem die von ihm geraubte Tochter des Bürgermeisters von Alfeld eine List gefunden hatte, sein Versteck preiszugeben. Die Weiterfahrt aus der Stadt erfolgt über die Hildesheimer-/ Kaiser-Wilhelm-/ Schiller-/ Raven-/ Fritz-Kunke-Straße, linker Hand vorbei am Gewerbebetrieb in die Leineaue.
Zwischen Alfeld und Brüggen begleiten uns östlich der Leine die Sieben Berge. Der höchste Punkt ist die Hohe Tafel mit 394 m, also 300 m über dem Leinetal. Vom Aussichtsturm schweift ein weiter Blick in das Leinetal und weit darüber hinaus (Zugang von Brüggen mit Parkplatz und Rundwanderweg).
Nach der Ausfahrt von Alfeld wird die Leine auf der Höhe "Eimser Fahlen" überquert. Ab Dehnsen wird der Fahrradweg entlang der B3 bis zur Abzweigung in den Ort Brüggen benutzt. Wir sind im Calenberger Land. Das Fürstentum Calenberg entstand durch Teilung der welfischen Territorien Braunschweig und Lüneburg im Jahre 1409. Das Barockschloss der Familie v. Steinberg/v. Cramm wurde in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts durch die Wolfenbütteler Baumeister Johann Balthasar Lauterbach und Hermann Korb errichtet.